mülltrennung
MÜLLTRENNUNG IN MÜNCHEN
Die oberste Priorität des Zero Waste Konzepts ist die Müllvermeidung. Aber auch wenn wir versuchen, möglichst wenig Abfall zu produzieren, gelingt uns das meistens nicht ganz. Die Zero Waste Hierarchie (mehr dazu hier) berücksichtigt deshalb auch die Verwertung von Abfällen. Denn: Nur, wenn wir gut Mülltrennen, kann zumindest ein Teil unseres Abfalls weiterverarbeitet werden. Du findest deshalb hier eine Übersicht darüber, wie Mülltrennung in München funktioniert.
Welche Tonnen gibt es für welche Abfälle?
Wertstoffinseln
für Leichtverpackungen (bis 2027) und Altglas
Gelbe Tonne (ab 2027)
für Leichtverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen
Braune Biotonne
für Lebensmittelabfälle
Blaue Papiertonne
für sauberes Papier und Pappe
Schwarze Restmülltonne
für nicht verwertbare Abfälle
Wer ist für die Entsorgung zuständig?
Für die Papier, Bio- und Restmülltonne ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) zuständig, ein Eigenbetrieb der Landeshauptstadt München. Er stellt die Tonnen, organisiert die Leerung, transportiert den Inhalt zu Sortier- und Verwertungsanlagen und verwertet Abfälle auch selbst.
Für Verpackungsmüll (Kunststoff, Metall, Verbund, Glas) sind die Dualen Systeme verantwortlich. Das System wird nicht über Müllgebühren der Bürger*innen bezahlt, sondern über Lizenzentgelte, die Hersteller*innen und Händler*innen für das Inverkehrbringen von Verpackungen bezahlen. Dieses System wurde 1991 mit der Verpackungsverordnung als Lösung für die steigenden Mengen an Verpackungsabfall eingeführt.
Quelle und weitere Informationen zu den Dualen Systemen: muelltrennung-wirkt.de
Was passiert mit dem Müll?
Altglas kann immer wieder eingeschmolzen und recycelt werden. 2024 wurden bundesweit 83 % des Altglases recycelt.
Verpackungen werden von den Dualen Systemen in Sortieranlagen nach Materialarten getrennt. Im Anschluss wird ein Teil recycelt, der thermischen Verwertung zugeführt oder ins Ausland verbracht.
Bioabfall wird beim AWM in einer sogenannten Trockenfermentations-
anlage verarbeitet. Dort entsteht in der Vergärung Biogas, das zur Stromgewinnung genutzt wird. Im nachfolgenden Schritt wird Kompost hergestellt und anschließend zu Erde veredelt.
Papier und Pappe werden in Sortierbetrieben nach Sorten getrennt und als Sekundärrohstoff in der Papierindustrie wieterverwendet.
Restmüll wird im Heizkraftwerk München Nord in Unterföhring verbrannt. Dabei entsteht Energie in Form von Strom und Fernwärme, die ins städtische Netz eingespeist wird.
Deep Dive: Du möchtest mehr darüber erfahren, was mit deinem Abfall passiert?
Im re_magazin vom Abfallwirtschaftsbetrieb findest du Infos zu Mülltrennung, Abfallvermeidung und Recycling. Bundesweite Recyclingquoten und weitere Fakten rund um Verpackungen gibt’s zum Beispiel beim Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt oder dem zentralen Verpackungsregister.
Breaking News!
Die Gelbe Tonne kommt 2027 nach München
Bisher wurden in München – anders als in vielen anderen (Groß-)Städten – die Leichtverpackungen an sogenannten Wertstoffinseln gesammelt. Im Vergleich zu anderen Großstädten waren die gesammelten Müllmengen jedoch niedrig. Die Stadt hat sich deshalb nach einem Pilotversuch für die Einführung der Gelben Tonne in München entschieden.
Das neue Holsystem ersetzt die Container für Leichtverpackungen (die Glascontainer bleiben bestehen), sodass du zukünftig Leichtverpackungen direkt am Haus entsorgen kannst. Zusätzliche Gebühren entstehen durch das neue System keine.
Was alles in die Gelbe Tonne rein darf und welche Änderungen es sonst noch gibt, erfährst du beim Abfallwirtschaftsbetrieb, kurz AWM (Obacht: Der AWM ist nicht der Entsorger der Gelben Tonne, sondern die beiden Unternehmen RMG Rohstoffmanagement GmbH und KNETTENBRECH + GURDULIC Service GmbH & Co. KG).
Lost in Separation?
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¿Qué se tira en cada contenedor?
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Was gehört in welche Tonne?
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