Ein Blick hinter die Kulissen der Hochschulgastronomie

Wir durften im Oktober 2022 hinter die Kulissen des Studentenwerks München schauen – genauer: in die Küche der Mensa der Technischen Universität (TU). Natürlich wollten wir nicht einfach mal so die Küche der Mensa sehen, sondern auch erfahren, wie es dort um das Thema “Zero Waste” und den Umgang mit Essensresten steht.

Die Hochschulsgastronomie des Studentenwerks München betreibt einige weitere Standorte neben der TU-Mensa. Es gibt also einiges zu tun in diesem Betrieb. Wir freuen uns umso mehr, dass der operative Betriebsleiter uns die Führung in der Arcisstraße persönlich gibt. Er empfängt uns im Foyer des Gebäudes und versorgt uns erstmal mit ein paar grundsätzlichen Infos rund um seine Person und die Hochschulgastronomie bevor es nach oben zur Essensausgabe und der Küche geht.

Vor dem Betreten der Küche werden wir mit den schicken weißen Mänteln und Hauben ausgestattet, die oben auf dem Bild zu sehen sind. Es kann losgehen: Zuerst bekommen wir eine der beiden wirklich riesigen Spülmaschinen der Großküche zu Gesicht – sie füllt einen ganzen Raum und macht ziemlich viel Lärm! Wenn wenig Betrieb ist – so wie am Tag unseres Besuchs mitten in den Semesterferien – bleibt eine der Maschinen aus, um Energie und Arbeitsaufwand zu sparen.

Weiter geht´s in die Küche selbst, die nach allen Seiten hin offen gestaltet und kleiner als erwartet ist. Einige Mitarbeiter*innen wuseln herum, doch das heutige Mittagessen ist bereits zubereitet: die ersten Studierenden schlängeln sich schon um die Selbstbedienungstheken herum. Genau, Selbstbedienung! Hier nimmt man sich das Essen selbst – was und so viel, wie gewünscht. Das trage maßgeblich zur Reduktion von Essensresten in der Mensa bei, berichten uns Betriebsleiter und Küchenchef, der inzwischen hinzugestoßen ist. Die Selbstbedienung wird nach und nach an den verschiedenen Standorten eingeführt. In der Mensa Leopoldstraße beispielsweise konnte dadurch der Lebensmittelmüll um zwei Abfalltonnen pro Tag reduziert werden.

Die beiden erzählen uns weiter, dass täglich mindestens 50 Prozent vegetarische und vegane Gerichte in den Mensen zur Verfügung stehen.  Zudem werde auch versucht, zunehmend biologische Lebensmittel zu verwenden. Aufgrund der benötigten Mengen an Lebensmitteln und der Pflicht zur EU-weiten Ausschreibung, sei das manchmal allerdings gar nicht so leicht. Unser Eindruck: Die Betreiber*innen gehen auf den wachsenden Wunsch nach einer bewussten Ernährung ein.

Weitere Good News für Zero Waste Fans: Mittlerweile tragen auch die Projekte StuCup, ein Mehrwegbechersystem für Heißgetränke, sowie die StuBowl, eine Mehrwegschale für Essen zum Mitnehmen, dazu bei, Müll im Rahmen der Hochschulgastronomie zu vermeiden.

Nach der Führung haben wir natürlich selbst auch mal gekostet: lecker war´s und preiswert dazu!