Nachhaltige Periode

Zero Waste Periode

Die nachhaltige Periode ist regelmäßig Thema in den Fragerunden meiner Vorträge und Workshops zu Zero Waste. Dabei kommen immer wieder ähnliche Fragen auf, die ich freilich gerne beantworte. In diesem Beitrag verrate ich dir sechs Tipps, wie du deine Periode müllfreier, gesünder und gleichzeitig nachhaltiger machen kannst!

Ich bin Aline und mir gehört der Blog „Auf die Hand“, wo ich über Nachhaltigkeit mit dem Schwerpunkt Zero Waste schreibe. Dort findest du Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene Müllvermeider.innen.

Weniger Müll, weniger bedenkliche Stoffe und eine Möglichkeit Geld zu sparen

In diesem Beitrag verrate ich dir sechs Tipps, die mir meine Menstruation erleichtern und dir hoffentlich für deine Periode helfen.

 

Tipp 1: Menstruationsunterwäsche

Als Alternative zur klassischen Binde gibt es natürlich auch Produkte aus fair und nachhaltig bewirtschafteten Baumwollplantagen. Die Produkte werden bestenfalls mit möglichst wenig Verpackung und ohne Ressourcenverschwendung produziert. Solche Produkte findest du im normalen Hygieneartikelregal oder im Bioladen.

Wenn du allerdings auf der Suche nach einer müllfreien Alternative bist, dann ist Menstruationsunterwäsche etwas für dich. Dabei handelt es sich um Unterhosen, die die Menstrutionsflüssigkeit und das Blut auffangen. Im Slip sind mehrere Schichten eingenäht, die die Menge von bis zu drei Tampons aufsaugen können, ohne, dass du ein nasses Gefühl im Schritt hast. Nach dem Tragen wird der Slip mit kaltem Wasser per Hand kurz ausgewaschen und dann am Ende der Woche mit den übrigen in einem Wäschesäckchen in der Waschmaschine je nach Herstellerangaben einfach mitgewaschen.

Die Slips sind natürlich wiederverwendbar und können mehrere Jahre verwendet werden bis die Saugfähigkeit nachlässt. Dann können sie aber immer noch als normale Unterhosen getragen werden.

Bei starker Menstruation muss die Unterhose tagsüber gewechselt werden. Dafür ist es praktisch einen Wetbag dabei zu haben, um die getragene Unterwäsche mit nach Hause nehmen zu können.

Menstruationsunterwäsche

Ich trage Periodenunterwäsche an starken Tagen am liebsten zusätzlich zur Menstruationstasse. Schluss mit den hässlichen Schlüppis, die nur noch in dieser Woche getragen werden! Jetzt gibt es endlich mal schöne Unterhosen, die zum Einkleckern da sind!

Tipp 2: Menstruationstasse

Menstruationstasse

Als Alternative zum klassischen Tampon gibt es unter anderem die Menstruationstasse. Es gibt auch Schwämmchen und waschbare „Tampons“ aus Stoff aber dazu habe ich keine Erfahrungswerte.

Auf die Menstruationstasse als Alternative zu herkömmlichen Tampons habe ich vor 6 Jahren umgestellt. In diesem Beitrag kannst du dir mehr zur Mentrsuationstasse durchlesen. Kurz: Es handelt sich um einen Silikon-Kelch, den man sich anstatt eines Tampons einführen kann und der das Menstruationsblut und -flüssigkeit auffängt. Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Härtegraden, die entsprechend zur Körpergröße und der Muskelstärke des Beckenbodens gewählt werden sollten. Dazu gibt es Herstellerangaben.

 

Der Kelch wird in gefaltetem Zustand eingeführt, wobei darauf zu achten ist, dass er sich in der Vagina vollständig entfaltet, um dicht zu sein. Er wird morgens und abends, wenn nötig öfter, entnommen, über der Kloschüssel entleert, am Waschbecken ausgewaschen und wieder eingesetzt. Am Ende der Woche wird er ausgekocht und bis zum nächsten Mal aufgeräumt. Die Menstruationstasse kann etwa 10 Jahre genutzt werden und spart nicht nur Müll, sondern auch Geld.

Tipp 3: Menstruationsöl DIY

Gegen Menstruationsbeschwerden kann auf natürliche Weise Salbei helfen. Salbei ist eine krampflösende Pflanze und regt die Menstruation an. Ein enger Verwandter des Salbeis ist Muskatellersalbei. Dieser riecht weniger nach Gewürz, sondern eher lieblich. Muskatellersalbei hat eine krampflösende Wirkung, ist schmerzstillend, fördert eine gute Verdauung und hilft bei Problemen mit der Menstruation. Als ätherisches Öl, erhältlich in der Apotheke und im Bioladen, lässt es sich in einem Massageöl leicht auftragen.

Zur Anwendung auf dem Unterleib mische ich mir ein „Menstruationsöl“ aus:

  • 100ml Bio Sonnenblumenöl
  • 20 Tropfen ätherisches Muskateller-Salbei Öl

Beides kommt in eine kleine Braunglasflasche und wird vor dem Auftragen kurz geschüttelt. Ein paar Tropfen werden morgens und abends auf dem Bauch einmassiert.

Menstruationsöl

Tipp 4: Kirschkernkissen

Wärme kann gegen die Krämpfe helfen, da sich die Blutgefäße dadurch erweitern und damit das Abbluten entspannt. Obacht: Menschen mit ohnehin starker Regelblutung sollten beachten, dass die Wärme dadurch auch die Blutung verstärken kann. Das kann zu weiteren Nebenerscheinungen führen, beispielsweise Kopfschmerzen durch den höheren Verlust an Flüssigkeit und Blut. Mehr dazu in Tipp 5.

Früher habe ich eine Wärmflasche mit heißem Wasser befüllt, aber mich hat immer schon dieser Geruch von warmem Kunststoff gestört. Viel lieber nutze ich ein Kirschkernkissen.

Hebe im Sommer alle Kirschkerne auf und reinige sie. Lass sie gut trocknen und fülle sie dann in ein Baumwollsäckchen mit Zugband (ich habe ein Einkaufsäckchen für Obst genommen). So kannst du das Kirschkernkissen im Ofen erhitzen aber auch problemlos die Kerne wieder rausnehmen und den Stoff bei Bedarf waschen.

Tipp 5: Trinken gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen während der Periode können mehrere Ursachen haben. Menstruation und Kopfschmerzen hängen zusammen, da zu Beginn der Monatsblutung der Östrogenspiegel sinkt und gleichzeitig die Endorphin-Produktion gehemmt wird, was für die Linderung von Schmerzen wichtig ist. Gegen die Hormonschwankungen lässt sich natürlich nicht viel machen. Aber gegen zusätzliche Verstärkung der Kopfschmerzen aufgrund von Wassermangel schon. Trinke einen halben oder einen Liter Wasser mehr am Tag als sonst.

Tipp 6: Masturbation während der Periode

Masturbation bei der Periode

Ein Orgasmus wirkt wie ein natürliches Schmerzmittel. Somit hilft er gut gegen Unterleibs-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Wenn du aber keine Lust auf Sex mit einem/einer Partner.in hast, ist das Masturbieren optimal! Das ist während der Periode weder eklig noch unrein, sondern so wie sonst auch. Sichtbar ist die Monatsblutung meist nur durch eine rosa oder rote Färbung an den Sextoys/Fingern und die werden dann ja eh gewaschen.

Praktisch ist, dass die Vagina während der Periode sensibler ist. Dadurch ist der Orgasmus intensiver. Aber auch ohne Orgasmus fördert die Masturbation die Durchblutung im Unterleib, was Krämpfe und Schmerzen verringern kann.

Du hast Fragen zur nachhaltigen Periode?

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Alles Liebe,

Aline

Aline

Auf die Hand

Aline ist Zero Waste Coach und Bloggerin. Sie gibt Zero Waste Vorträge und plastikfrei leben Workshops.